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Der heute 169 Einwohner zählende Ort trat als letzte der drei „Wöhr-Orte“ erst vom 13. Jahrhundert ab in Erscheinung (Mitterwerde/Mitterwerdt, Mittlerwere). Urkundlich wird es erstmals am 8. Januar 1350 genannt. Es wechselte ein paar Mal seinen Besitzer. U.a. findet man im 17. Jhrd. die Schlossherren von Wackerstein als Herrschaft. Ab 1312 gehört Mitterwöhr dem Angerkloster zu München und erhält die Hofmarksgerichtsbarkeit, die bis 1597 ausgeübt wird. Ober- und Niederwöhr dagegen kamen zu Münchsmünster und blieben dem Kloster auch weiterhin zugehörig.

Die Kirche St. Vitus wird von einem alten Friedhof umgeben. Dieser wird von einer Mauer mit Schießscharten eingegrenzt, die jedoch geschlossen sind. Für das heutige Gebäude der Kirche wurden bereits ältere Teile verwendet. Außerdem wurde der Neubau auf das 1,5 fache des ursprünglichen Baus verlängert und um etwa 65 cm erhöht. Der Kirchturm ist im spätromanischen Stil gebaut und umfasst drei Stockwerke. Er befindet sich im Westen der Kirche und wird von einem Satteldach abgeschlossen. Die Kirche ist eine Filialkirche der Pfarrei Sankt Sixtus aus Münchsmünster.